Donnerstag, 24. April
Frankfurt - vielleicht die "großstädtischste" Großstadt in Deutschland - war das
heutige Ausflugsziel. Am Morgen hatte es kräftig geregnet, doch bis zur Ankunft in Frankfurt schien wieder die Sonne. Kein Zweifel: nur
100 Kilometer südlich von Marburg war die Natur bereits weiter, die meisten Bäume in der Innenstadt trugen bereits ihr frisches
Blätterkleid. Daher wurde der Weg zum Archäologischen Museum auch zu Fuß zurückgelegt. Neben der Dauerausstellung
mit Exponaten aus der Vorgeschichte, der Römerzeit, dem frühen Mittelalter, der Klassischen Antike und dem alten Orient war
die Sonderausstellung zum Thema "Himmelsscheibe von Nebra" interessant. Ein Film erklärte zunächst die Herkunft des Fundes, dessen
Raub, illegaler Weiterverkauf und glückliche Sicherstellung sich als richtiger Krimi gestalteten. Die original Himmelsscheibe wird im
Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle an der Saale ausgestellt.
Nach dem Museumsbesuch stand eine Fahrt auf den Maintower auf dem Programm. Das Hochhaus der Hessischen Landesbank, in dem auch der
Hessische Rundfunk zuhause ist, hat auf seinem Dach eine Besucherplattform. Von dort kann man sich die Stadt aus 205 Meter Höhe anschauen.
Wir hatten Glück, denn beim Kauf der Eintrittskarten hatte es kräftig zu regnen begonnen. Doch bis alle durch die Sicherheitskontrolle
gegangen und mit dem Aufzug nach oben gefahren waren, schien wieder die Sonne. Und danach, endlich, hatten die Schüler Gelegenheit, für
einige Stunden selbst und auf eigene Faust die Innenstadt kennenzulernen.