Freitag, 25. April

Bei der Fahrt mit der Bahn nach Kassel merkte man bereits, der Zug war nicht so voll wie während der Fahrt nach Frankfurt. Auch in Kassel selbst bemerkten die Schüler, es sei viel ruhiger als am Vortag in der südhessischen Metropole. Ein Grund für diesen Eindruck könnte aber auch die kleine Wanderung durch den Bergpark Wilhelmshöhe gewesen sein. Mit der Straßenbahn und dem Bus waren wir hinauf gefahren bis zum Herkules, um dann langsam entlang der Kaskaden hinunter in Richtung Schloß Wilhelmshöhe zu wandern. Im Wasser entdeckten die Schüler viele Molche - und hatten keine Scheu, so ein kleines Tier einmal auf die Hand zu nehmen.

Im Park war es sehr still, nur wenige Besucher waren unterwegs. Dafür konnte man ungestört den Geräuschen des Wassers im Bachlauf und dem Gesang der Vögel zuhören. Durch die Frosttage im März hatte die Natur noch einmal innegehalten, jetzt aber wurde es endlich Frühling - die Bäume nach und nach in frischem Grün und ein Duft von Gras, feuchter Erde und den Blüten an Sträuchern und Bäumen. Nach der Fahrt mit der Straßenbahn in die Innenstadt blieb noch etwas Zeit für einen kurzen Einkaufsbummel, bevor die Rückfahrt nach Marburg angetreten wurde.

Am Abend waren die Gäste aus Norwegen eingeladen zu einer Abschiedsfeier im Begegnungszentrum Sonneck in Wehrda, wo sie während ihres Besuches auch wohnten. Nach dem Essen brachte uns Katrijn ins Schwitzen, als sie uns einen Hüpftanz beibrachte. Dann gingen einige Schüler bereits zeitig zu Bett, ein paar besuchten noch eine nahe gelegene Diskothek, der Rest unterhielt sich bei einem Glas Bier oder einem Kaffee, bis schließlich gegen Mitternacht auch die "Nachtschwärmer" eingesammelt und zur Unterkunft gefahren wurden.

Samstag, 26. April

Am Samstag vormittag hatten die Gäste Zeit zum Packen und für letzte Besorgungen. Am Mittag hieß es dann Abschied nehmen von Marburg und Wehrda. Am Bahnhof war noch Zeit für eine kleinen Imbiß beim Bäcker. Im Zug dauerte es eine Weile, bis alle einen Platz für sich und ihr Gepäck gefunden hatten. Aber die Fahrt nach Frankfurt dauert ja nur eine Stunde. Vorbei an der imposanten Häuserkulisse der Innenstadt fuhr der Zug schließlich im Hauptbahnhof ein. Bis zur Weiterfahrt zum Flughafen waren elf Minuten Zeit, genug für den Weg über lange Rolltreppen tief hinunter zum Untergrundbahnhof. Eine Viertelstunde später waren wir bereits am Flughafen. Ein freundlicher Mitarbeiter des Lufthansa-Personals half beim Einchecken. Jetzt noch rasch ein Foto in der Abflughalle, dann hieß es auch schon Abschiednehmen.
Auf Wiedersehen und gute Reise!