Montag, 30. April
Der Burgwald ist ein etwa zweihundert
Quadratkilometer großes zusammenhängendes Waldgebiet. Durch geologische
Besonderheiten, so wurde bei wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, kann
es im Burgwald an einigen Stellen in jedem Monat des Jahres zu Nachtfrost kommen. Das
bedeutet, im Sommer können Temperaturunterschiede von dreißig Grad auftreten.
Ausgangspunkt für eine Exkursion durch dieses interessante Gebiet war der
Christenberg. Die historische Fundstätte, deren Ursprünge bis in die
Keltenzeit reichen, wird vielfältig genutzt. In der alten Kirche, die zur im Tal liegenden
Gemeinde Münchhausen gehört, finden neben Gottesdiensten auch Konzerte statt. Und
das Gasthaus ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Nach einer Stunde Fußmarsch waren die Franzosenwiesen erreicht. Der Name stammt
aus der Zeit, als im achtzehnten Jahrhundert hugenottische Siedler aus der Umgebung die
Wiesen landwirtschaftlich nutzten. Heute ist hier ein Naturschutzgebiet. Über einen Waldsee
schallte uns ein lautes Froschkonzert entgegen. Anhand eines kleinen Fachbuches wurden die
aufgefundenen Blumen bestimmt. Nach einigen Stunden war schließlich der Christenberg wieder
erreicht. Den verdienten Feierabend nach diesem anstrengenden Tag genossen alle bei
einer ordentlichen Grillparty im Garten von Christa und Harald.